Bachelor- und Masterstudiengang – Worin liegen die Unterschiede?

eine studentin mit mehreren büchern unter dem arm Bachelorstudium & Masterstudium - Wo liegen die Unterschiede?

An den Begriffen Bachelor und Master kommt im akademischen Kontext seit dem Bologna-Prozess niemand mehr vorbei. Universitäten und Fachhochschulen haben mittlerweile unzählige Bachelor- und Masterstudiengänge in den unterschiedlichsten Fachrichtungen im Gepäck. Aber worin liegen die Unterschiede zwischen dem Bachelor- und Masterstudiengang?

eine studentin mit mehreren büchern unter dem arm
Bachelorstudium & Masterstudium – Wo liegen die Unterschiede?

Bachelor und Master – in diese Kategorien wird der Großteil der akademischen Studiengänge heutzutage unterteilt. Der Bachelor bezeichnet dabei den niedrigsten, der Master den zweithöchsten Studienabschluss. Zur Berufsausübung befähigen sie beide. In diesem Artikel listen wir vier prägnante Unterschiede zwischen dem Bachelor und Master auf:

 

1. Unterschied: Grundstudium vs. Aufbaustudium

Der wohl markanteste Unterschied zwischen Bachelor- und Masterstudiengängen liegt in ihrer inhaltlichen Ausrichtung. Ist von einem Grundstudium bzw. einem grundständigen Studium die Rede, meint man damit ein Bachelorstudium, da nach dessen Absolvierung ein erster, berufsqualifizierender Hochschulabschluss verliehen wird. Hier werden vorrangig Grundlagen im jeweiligen Fachgebiet sowie praxisrelevante Kenntnisse vermittelt, sodass Absolvent/-innen nach Abschluss des Studiums einen guten Überblick besitzen und direkt ins Berufsleben starten können.

Das Masterstudium hingegen ist in den meisten Fällen ein Aufbaustudium bzw. ein konsekutives Studium – das heißt, es baut auf einem fachgleichen bzw. fachverwandten Bachelorstudium auf, vertieft und erweitert die hier gelehrten Inhalte und gibt ausreichend Möglichkeiten, um sich gemäß eigener Interessen individuell zu spezialisieren. Nach Absolvierung des Masterstudiums verfügst du daher über ein viel breiteres und intensiviertes Wissen.

Meist wird das Aufbaustudium direkt im Anschluss an das Bachelorstudium besucht. Abgesehen davon gibt es noch fachlich ungebundene sowie weiterbildende Masterstudiengänge. Diese können im Gegensatz zu konsekutiven Masterstudiengängen auch einige Jahre nach dem Bachelor-Abschluss in Angriff genommen werden.

2. Unterschied: Dauer und ECTS

 Eines sticht beim Vergleich von Bachelor- und Masterstudiengängen ebenfalls sofort ins Auge: Die Dauer. Ein Bachelorstudium kann meist in sechs bis acht Semestern absolviert werden. Demnach hält man nach drei bis vier Jahren seinen Abschluss in den Händen. Das ECTS-Ausmaß liegt bei Bachelorstudiengängen zwischen 180 und 240 ECTS.

Im Unterschied dazu sehen Masterstudiengänge oft eine Studiendauer von vier Semestern vor. Gelegentlich erstrecken sich diese aber auch auf zwei oder bis zu fünf Semester. Im Master müssen 60 bis 120 ECTS erreicht werden.

3. Unterschied: Aufbau

 In den Einführungsveranstaltungen des Bachelorstudiums werden zunächst die Grundlagen des Fachs vermittelt, darauf folgen aufbauende Pflichtmodule. Wahl- und Wahlpflichtmodule runden die Lehre ab und verleihen dem Studium einen individuellen Touch. In der abschließenden Bachelorarbeit kommt das gesamte, während des Studiums vermittelte Wissen, nochmals zum Einsatz.

Im Master ist die freie Wahl von Lehrveranstaltungen viel ausgeprägter. Hier gibt es meist keine einführenden Vorlesungen, da die Grundkenntnisse bereits vorausgesetzt werden. Studierende bauen in konsekutiven Masterstudiengängen auf dem Bachelor auf und erweitern ihre fachlichen Kompetenzen. Pflichtmodule gibt es nur spärlich, dafür haben Studierende einen größeren Spielraum, was die individuelle Spezialisierung und Vertiefung eigener Interessen anbelangt. Die Masterarbeit wird normalerweise im letzten Studienabschnitt verfasst und markiert das Ende des Masterstudiums.

4. Unterschied: Voraussetzungen

Einen weiteren Unterschied zwischen Bachelor und Master gibt es bei den Voraussetzungen:

Studienbewerber/-innen, die sich für einen Bachelor interessieren, sollten über die Matura bzw. das Abitur verfügen. Auch die Berufsreifeprüfung (BRP), Studienberechtigungsprüfung, fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife qualifizieren zur (tlw. eingeschränkten) Aufnahme eines Studiums. Bei der Bewerbung für besonders beliebte Bachelorstudiengänge ist meist mit weiteren Zugangsvoraussetzungen zu rechnen, z.B. können Aufnahmetests oder persönliche Gespräche stattfinden.

 

Für (konsekutive) Masterstudiengänge ist oftmals der Abschluss des fachgleichen bzw. fachverwandten Bachelorstudiums Pflicht. Je nach Master sind auch Auswahltests und -Gespräche zu bewältigen. Bewerber/-innen müssen für einen Weiterbildungsmaster im Normalfall über bis zu drei Jahre Berufserfahrung verfügen.

 

Schon gewusst?

Einige Bachelor- und Masterstudiengänge ermöglichen es Studieninteressierten auch ohne Matura bzw. Abitur zu studieren. Ebenfalls kann die Matura/ das Abitur an zahlreichen Einrichtungen ganz einfach nachgeholt werden.

Wie das geht? Das erfährst du z.B. auf studieren-studium.com! Auf dieser Website findest du aber nicht nur nützliche Infos und Tipps sowie spannende Texte rund ums Studium, sondern siehst auch, welche Bachelor- und Masterstudiengänge in Österreich, Deutschland und der Schweiz angeboten werden.

Damit sind wir DIE Adresse, wenn du dich auf den bevorstehenden Studienstart vorbereiten möchtest, dich näher mit den unterschiedlichen Studienmodellen und Fachrichtungen beschäftigen willst oder dir noch nicht sicher bist, was du studieren möchtest. Für Letzteres haben wir außerdem ein Patentrezept: Den Studienwahltest.

Weiterführende Links:

Alle Infos zum Bachelorstudium auf https://www.studieren-studium.com/studium/studieren
Alle Infos zum Masterstudium auf https://www.studieren-studium.com/master/studieren